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mopo/nachrichten/hamburg/panorama
ST. PAULI | 31.05.2003
THOMAS HIRSCHBIEGEL
Fischweiber statt Kräne?
Hamburger Künstlerin bietet Alternative zu Koons
Eine Hamburger Künstlerin bietet Jeff Koons die Stirn: Mit einem Gegenentwurf will Pia Phoenix zeigen, dass sie den Spielbudenplatz besser umgestalten kann, als der Weltstar.
"Was macht Hamburg aus? Wind natürlich, und Wasser. Was liegt da näher als Windspiele, die in echten oder stilisierten Brunnen stehen", sagt die 44-jährige Künstlerin aus Eimsbüttel. Sie hat bereits ein Modell angefertigt. Der Entwurf sieht etwa acht Meter hohe "tanzende Fischweiber" aus Metall vor. Die mit Blattgold, Kupfer oder Silber belegten Skulpturen beginnen schon bei leichtem Wind einen wilden Tanz auf dem Spielbudenplatz. Pia Phoenix: "Sie funkeln im Sonnenschein, verbreiten ihre Magie auf dem Spielbudenplatz - bei Sturm drehen sie durch."
Der Platz sollte, so die Künstlerin, von einem aus Pflastersteinen stilisierten Fluss durchzogen werden. Da die "Fischweiber" hoch genug "tanzen", würde der Platz offen bleiben für Veranstaltungen aller Art. Pia Phoenix wünscht sich auch Spielfelder für Schach oder
Backgammon.
Einen Vergleich mit Jeff Koons scheut die streitbare Künstlerin nicht: "Ich hab zwar noch keinen Platz gestaltet, aber Herr Koons ja auch nicht. Den Hamburgern sollte daran gelegen sein, dass der Spielbudenplatz nicht durch die kurzfristige unberechenbare Laune eines Banausen verunziert und die Stadt nicht ruiniert wird." Pia Phoenix will jetzt Sponsoren und Unterstützer für ihren Entwurf suchen.
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